Erschienen in "Löhne aktuell" am 29.09.2011

Entspannung Pur im Taiji-Verein-Löhne
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NEUE WESTFÄLISCHE (Löhne) berichtet am 15. Juni 2011:

 

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Das WESTFALEN BLATT (Löhner Zeitung) berichtet am 1. März 2011:

 

 

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Die NEUE WESTFÄLISCHE am 10. Dezember 2010:

 

Rueckkehr-des-Fruehlings

 

 

 

 

Die NEUE WESTFÄLISCHE am 4. Dezember 2009:

 

 

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Westfalen Blatt 8. Dezember 2009

 

 

Die Kranich-Technik hilft gegen Stress

Der Löhner Rudolf Schmittmann bietet Taiji-Kurse an - viele Techniken und Choreographien

 

 

Vor. Annika von  Hollen (Text und Fotos)

 

 

 

Löhne (LZ). Das Allerhöchste - so kann Taiji im chinesischen übersetzt werden. Die ostasiatische Kampfkunst soll das Allerhöchste für Körper, Geist und Seele sein und ist in China sehr populär. Auch Rudolf Schmittmann ist vom Taiji begeistert.WB--8-12-2009-foto1

Seit September bietet der Taiji-Fan Schmittmann Kurse in seinem Studio an der Königstraße 96 an. Bereits im Juli hat er den Taiji-Verein von Löhne gegründet, der bereits 15 Mitglieder hat. »Taiji besteht aus verschiedenen so genannten Bildern, denen eine bestimmte Choreografie zugeordnet ist«, erzählt der Diplomsportler.
Bei dem Kranich würde man den Körper strecken, während man bei der Schlange nah am Boden kriecht. »Diese Bilder haben eine bestimmte Reihenfolge, die man hintereinander absolviert.« Deshalb dauerte es auch sehr lange, bis ein Anfänger Taiji erlernen könne. Bis er sich die vielen Bewegungsabläufe und Reihenfolgen gemerkt habe und beherrsche, vergingen bis zu zwei Jahre. »Anfänger müssen regelmäßig üben. Sonst vergisst man die gelernten Choreografien sehr schnell wieder«, rät der Taijilehrer. Auch Rudolf Schmittmann würde immer noch dazulernen, obwohl er bereits seit 20 Jahren die ostasiatische Kampfkunst praktiziere. »Es gibt Folgen von acht bis 85 Bildern. Die lange Choreografie dauert über 20 Minuten.«
Ursprünglich ist es eine Kampftechnik. Der Taiji-Lehrer deutet die Bewegungen aber nur an. Das Boxen und Treten müssen die Teilnehmer nur sehr langsam ausführen und können sich ihren Gegner imaginär vorstellen.WB--8-12-2009-foto2
»Taiji ist eine langsame Sportart, die auch ältere Menschen, die nicht trainiert sind, gut ausüben können. Mein ältester Teilnehmer ist 74 Jahre alt.« Zur Stressbewältigung und Entspannung sei die chinesische Kampfkunst geeignet. Sogar die Krankenkassen haben die gesundheitsfördernde Wirkung des Taiji erkannt und übernehmen zu einem großen Teil die Kursgebühren.
»Wir achten auf die Atmung und auf die Haltung. Durch die sehr langsamen Bewegungen können die Teilnehmer abschalten und kommen zur Ruhe«, erzählt Schmittmann. Fortgeschrittene würden ihren Körper besser kennen und sogar im Alltag Taiji anwenden. Sie achteten mehr auf sich selbst und würden schnell merken, wenn ihnen etwas nicht gut tut.
»Taiji kann jeder spontan bei sich zu Hause machen. Stressfaktoren, wie die richtigen Schuhe, Kleidung oder Regenwetter spielen keine Rolle«, sagt die Kursteilnehmerin und Taijilehrerin Marlis Bombelka-Haugk. Sie rät ihren
Schülern, jeden Tag ein bisschen im Wohnzimmer zu üben. Vielen würde das vor dem Schlafengehen helfen, müde zu werden. »Ein Kursteilnehmer ist Bäcker.

TAIJI IM ALLTAG ANWENDEN
Jede Tätigkeit sollte in Ruhe ausgeführt werden. Das so genannte Multitasking sorgt für Stress, da man sich auf keine Tätigkeit wirklich konzentriert und dabei Fehler auftreten.
Der Mensch sollte im Hier und Jetzt sein, und mit einem Gedanken die 100 anderen wegschieben. Beim Laufen oder Sitzen ist
die richtige Rückenhaltung wichtig. Wenn man sich in eine andere Richtung dreht, sollte man außerdem die Füße dabei immer mit bewegen.
Die Atmung muss fließen. Im richtigen Moment ein- und auszuatmen ist sehr wichtig für das Wohlbefinden. Nur so zeigen die Übungen Wirkung.

Er hatte immer Probleme, früh einzuschlafen, da er jeden Tag um vier aufstehen muss. Seitdem er abends Taijiübungen macht, hat er keine Schlafprobleme mehr«, erzählt Schmittmann.
Besonders den Anfängern würde er aber zusätzlich raten, joggen oder walken zu gehen, da beim Taiji der Kreislauf nicht belastet würde. »Deshalb ist die Sportart auch gut für Menschen, die unter hohem Blutdruck leiden. Dieser wird dadurch gesenkt.« Durch die Bewegungen der Hände und Finger würde ebenfalls die Hirndurchblutung gefördert, die besonders für ältere Menschen wichtig ist.
Rudolf Schmittmann bietet sowohl vormittags als auch abends Kurse an. Ein neuer Taijianfängerkurs beginnt wieder am 19. Januar 2010. Weitere Informationen auf www.taiji-loehne.de

Aktualsiert am 8. Oktober 2011

Azureus